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Musterschreiben: Anfrage zum Umrüstungsstand fernablesbarer Zähler

Mit diesem Schreiben fragen Sie als Wohnungseigentümer schriftlich ab, ob die Zähler Ihrer Gemeinschaft die Frist zum 31. Dezember 2026 einhalten. Kostenlos als Word und PDF herunterladen.

Musterschreiben: Anfrage zum Umrüstungsstand fernablesbarer Zähler

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Wann benötigen Sie dieses Schreiben

Nach § 5 Abs. 3 der Heizkostenverordnung müssen nicht fernablesbare Heizkostenverteiler und Warmwasserzähler bis zum 31. Dezember 2026 nachgerüstet oder ausgetauscht sein. Zuständig dafür ist die Gemeinschaft, nicht der einzelne Eigentümer, denn die Ausstattung gehört zum gemeinschaftlichen Eigentum.

Sie brauchen dieses Schreiben, wenn Sie wissen wollen, wo Ihre Gemeinschaft steht, und wenn Sie das schriftlich dokumentiert haben möchten. Das ist in drei Situationen sinnvoll:

  • Sie haben in der letzten Eigentümerversammlung nichts zur Umrüstung gehört und wissen nicht, ob sie bereits beauftragt ist.
  • Sie sitzen im Verwaltungsbeirat und müssen den Stand vor der nächsten Versammlung kennen.
  • Sie vermieten Ihre Wohnung. Dann kann Ihr Mieter ab dem 1. Januar 2027 seinen Kostenanteil um 3 Prozent kürzen, wenn die Umrüstung fehlt, und Sie haben dieses Recht gegenüber Ihrer eigenen Gemeinschaft nicht.

Gerade im letzten Fall zählt die Schriftform. Wer später Schadensersatz geltend machen will, muss belegen können, dass er auf die Pflicht hingewiesen hat.

Was das Muster beinhaltet

Das Schreiben ist ein vollständiger Brief an die Hausverwaltung mit vier Teilen:

  1. Sechs konkrete Fragen zum Umrüstungsstand: ob die Geräte bereits fernablesbar sind, welche Einheiten offen sind, ob ein Angebot vorliegt, wann montiert wird, ob die Geräte die Interoperabilitätsanforderungen des § 5 Abs. 5 HeizkostenV erfüllen und welche Vertragslaufzeit vorgesehen ist.
  2. Antrag auf Beschlussfassung, falls noch nichts beauftragt ist, mit Hinweis auf § 27 Abs. 1 Nr. 2 WEG für den Fall, dass die Zeit für eine Versammlung nicht mehr reicht.
  3. Zwei Varianten für den Abschnitt zur Vermietung: Variante A für selbst genutzte Wohnungen zum Streichen, Variante B mit dem Hinweis auf das Kürzungsrecht des Mieters.
  4. Antwortfrist und Unterschriftenblock.

Alle anpassbaren Stellen stehen in eckigen Klammern. Das Dokument umfasst zwei Seiten und liegt als Word-Datei zum Bearbeiten und als PDF zum direkten Ausdrucken vor.

Hinweis zur rechtlichen Einordnung

Das Schreiben ist eine Auskunftsanfrage und ein Antrag, keine Mahnung und keine Fristsetzung mit Rechtsfolgen. Ein einzelner Wohnungseigentümer kann die Umrüstung nicht selbst durchsetzen; er kann sie beantragen und auf eine Beschlussfassung hinwirken.

Die Antwortfrist im Muster ist ein Vorschlag, keine gesetzliche Frist. Sie dient der Dokumentation, nicht der Sanktion.

Das Muster ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall. Prüfen Sie vor der Verwendung, ob Ihre Gemeinschaftsordnung abweichende Regelungen enthält.

Häufige Fragen

An wen richte ich das Schreiben, wenn wir keinen Verwalter haben?

In der verwalterlosen Gemeinschaft richten Sie es an den Vorsitzenden des Verwaltungsbeirats, ersatzweise an alle übrigen Eigentümer. Die Vertretung der Gemeinschaft ist dann anders geregelt als bei bestellter Verwaltung.

Reicht eine E-Mail?

Ja. Eine Anfrage in Textform genügt. Wichtig ist, dass Sie Zugang und Datum nachweisen können. Bei einem strittigen Verlauf ist ein Brief mit Sendungsnachweis die sicherere Variante.

Was tue ich, wenn keine Antwort kommt?

Beantragen Sie einen Tagesordnungspunkt für die nächste Eigentümerversammlung. Kommt auch dort kein Beschluss zustande, bleibt die Beschlussersetzungsklage; das ist allerdings der aufwendige Weg und sollte anwaltlich begleitet werden.

Gilt das auch für meine Kaltwasserzähler?

Nein. Die Heizkostenverordnung erfasst die Verbrauchserfassung für Heizung und zentrale Warmwasserversorgung. Für Kaltwasserzähler gelten das Mess- und Eichrecht und landesrechtliche Vorgaben.